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Was wir unseren Kindern mitgeben, prägt sie für die Zukunft

Wie Sie Ihr Kind unterstützen können, sich sicher zu fühlen und gleichzeitig eine enge Vertrauensbasis aufbauen:

Liebe und Wertschätzung schenken

Von Anfang an haben wir alle auch das Grundbedürfnis nach Liebe und Wertschätzung. Dies zeigt sich vor allem auch in unserer Wortwahl. Selbst wenn es niedlich oder lustig gemeint ist, sind Kosenamen wie: Nervensäge, Terrorzicke, kleiner Tyrann, Dickerchen oder Moppelchen nicht besonders liebevoll und wertschätzend. Es fühlt sich alles andere als gut an und schlimmer noch: Kinder bekommen damit einen „Negativstempel“ nach dem Motto: Ich bin nervig, eine Zicke … So fällt es umso schwerer, positive Eigenschaften an zunehmen und/oder sich überhaupt verändern zu wollen.

Den Persönlichkeitsbereich respektieren

Damit sich Kinder bei Grenzüberschreitungen rechtzeitig abgrenzen können, ist es wichtig, dass Kinder Nein sagen. Umarmungen, Zärtlichkeiten sind für eine liebevolle Beziehung wichtig und schön. Achten Sie aber darauf, ob Ihr Kind dies gerade mag oder nicht. Wenn es durch die Körperhaltung oder mit Worten signalisiert, dass es das gerade nicht mag, erkennen Sie an. Auch schon kleine Kinder sollten wissen, dass sie das Recht haben selber zu entscheiden, ob sie eine Umarmung, einen Kuss oder Kosenamen etc. haben wollen oder nicht.

Hilfe und Unterstützung zusichern

Manchmal gibt es Situationen, die wir als Erwachsene lächerlich finden, die für Kinder in dem Moment aber ganz schlimm sind. Wenn Sie jetzt immer wieder mit gut gemeinten Hilfestellungen bagatellisieren, wie: „Ist doch nicht so schlimm.“, „Stell dich doch nicht so an.“ oder „Spiel dich nicht so auf.“, signalisieren Sie, dass Sie Ihr Kind nicht ernst nehmen. Besonders schlimm ist es auch, wenn Sie vermeintlich lustige Späße über seinen Kummer machen oder sogar über das Problem lachen. Sich nicht ernst genommen oder sogar ausgelacht zu fühlen, tut einfach nur weh. Vor allem aber kommt Ihr Kind irgendwann nicht mehr zu Ihnen, wenn es Hilfe braucht. Klüger ist, das Kind ernst zu nehmen und gemeinsam eine Lösung zu finden.

Eine enge Vertrauensbasis schaffen

Unsere Gefühle sind die Grundlage für all unser Denken und Handeln. Dennoch fällt es unglaublich vielen Menschen schwer, über ihre Gefühle zu reden und/oder diese zu zeigen. Einfach weil wir es selber oft als Kinder nicht gelernt haben. Wenn es Ihr Kind aber von klein auf wie selbstverständlich lernt, über schöne und blöde Gefühle zu reden, fördern Sie zum einen die Begeisterungsfähigkeit und Freude. Auf der anderen Seite nimmt es Ihnen und Ihren Kindern die Angst wie Scham über Dinge zu reden, die unangenehm, peinlich oder verängstigend sind. Dazu gehört zum Beispiel auch eine altersgerechte sexuelle Aufklärung.

Geborgenheit und Zuwendung geben

Ja, der Alltag hat seine Tücken und stressigen Momente. Daher ist es umso wichtiger, dass wir uns ganz bewusst Zeit füreinander nehmen. Das muss nicht immer der große Ausflug sein, denn auch kleine Einheiten mit bewusster Zuwendung, Zeit für Gespräche wie beispielsweise bei den Mahlzeiten, bei Abendritualen oder einfach mal zwischendurch, schaffen auf leichte Weise Vertrauen und Freude. Es reichen bereits 10- 15 Minuten, um den Tag gemeinsam zu besprechen, um zu fragen: Was steht an?, Wie war dein Tag?, Was hast du erlebt? Oder Sie spielen etwas gemeinsam, kochen, backen, veranstalten Aufräumpartys. Machen Sie etwas, was immer ein Gefühl des Behütetseins auslöst sowie stärkt.